Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Gefühlt & Gedacht

Ostern, Spielereien, Familie, Liebe ...



Der Sitz der Seele ist da, wo sich Innenwelt und Außenwelt berühren. 
Wo sie sich durchdringen, ist er in jedem Punkte der Durchdringung.
~ Novalis

Was man so mit Fotobearbeitungsprogrammen und Apps so alles machen kann! Gestern haben wir  beim schönen Osterkaffeetrinken mit meiner Familie, bei meiner Mama,  mit Hilfe einer Nichte mit viel Spass einige Fotospielereien gemacht und haben ein paar Erinnerungsfotos geschossen. Es war echt schön alle mal wieder zusammen zu sehen - früher haben wir uns an den Feiertagen ja oft bzw. fast immer bei meiner Mutter getroffen. Nun hatten wir uns einen Raum im Altenheim gemietet und waren mit 23 Personen dort. Es war laut - kunterbunt, lebendig, liebevoll und sehr schön - mit 4 Generationen beieinander und miteinander! 

Dieses Jahr Ostern hatten wir ja Alles - gestern hier Schnee, aber auch Sonne, Stille, Besinnliches, Gemütlichkeit!

Hier habe ich Eines der Fotos von mir, die mit der App erstellt wurden, in einem Fotobearbeitungsprogramm dann in ein Ölgemälde umgewandelt weil die App es echt zu blass und cool gemacht hat - hat doch was - jetzt habe ich ein Ölgemälde von mir  :-)
Ich hoffe ihr hattet schöne Ostertage - jetzt ist die Zeit so schnell schon wieder vorbei!
Genießt den Nachmittag noch und alles Liebe für Euch....

Hier noch eine Collage von mir.


Liz 02.04.2018, 16.01 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Leben, Lieben und tiefgründige Gedanken

Bin leicht ausgeknockt durch eine Blockade in der Lendenwirbelsäule - als ich gestern ins Auto einstieg war alles noch o.k. - als ich bei meiner Mutter ausstieg, war die Blockade da- die ich bisher leider noch nicht auflösen konnte, keine Ahnung wie man sich beim Autofahren verenken kann? Aber es soll wohl nicht sein das ich Schränke aufräume - sondern mir eher Ruhe antue und Zeit zum Nachdenken habe.

Es ist für mich selbst immer wieder erstaunlich wie sehr ich doch im Auto oft in einen intensiven Gedankenfluß komme.

So auch gestern wieder auf der Fahrt zu meiner Mutter - die Autobahn recht frei - zumindest flüssiger Verkehr der keiner besonderen Konzentration bedarf.
Ich habe schon oft überlegt woran das wohl liegen mag. Ist es weil das Auto fast wie ein Käfig ist, ohne die Energieeinflüsse der unmittelbaren Umgebung die ich sonst wahrnehme? Oder ist es der Fluss der Bewegung - ich fahre in der Regel ja sehr gerne Auto?!

Diese frei fließenden Gedanken fühlen sich dann fast wie der Beginn einer Meditation an - alles nur im Fluss und entspannt - kein Festhalten. Das führt dann oft dazu, dass ich durch viele Assoziationen zu völlig unterschiedlichen Themen, oder längst vergessenen Themen komme. So ist ein  Mensch, den ich jetzt schon 15 Jahre kenne und den ich lieb gewonnen habe in der Zeit, sehr krank geworden und liegt seit letzten Dienstag im Krankenhaus. Ich war in der letzten Woche täglich da,  da es völlig offen ist wie lange es noch geht, oder ob es noch eine Behandlung gibt - wahrscheinlich keine Ungefährliche. Morgen erfahre ich mehr.


So bin ich dann aber im Krankenhaus einem Nachbarn meiner Klienten begegnet, der so sehr strahlte als er mich sah, das ich ganz gerührt war und mir dann aus vollem Herzen beide Hände drückte und wiederholt sagte, wie sehr er sich freute, mich einmal wieder zu sehen. Er hätte immer wieder gefragt wo denn ich - diese so liebe, nette Frau sei - weil er mich so lange nicht mehr gesehen hatte.  Das macht was im Herzen - besonders nach einer kritikmäßig harten Woche.
Ich hatte keine Zeit darüber weiter nachzudenken - aber deswegen kam die Assoziation und die Berührtheit in mir,  wohl auch im Auto wieder - nach dieser eher üblen Woche, in der ich mich dann manchmal nach dem Sinn von Vielem frage, ohne eine Antwort zu finden. 


Oft wenn ich ins Sauerland fahre zu meiner Mutter, denke ich über Beziehungen nach. Dort leben meine Schwestern mit ihren Familien, viele Menschen mit denen ich viele Jahre meines Lebens geteilt habe, mein Exmann und dessen liebe Familie, die ich nur verlassen habe, weil ich nach seiner neuen Familiengründung keine Störung sein wollte und es deswegen für richtig hielt. 

Ich denke dann nach über Liebe und über Selbstliebe. Wie wichtig es ist sich selbst zu lieben und sich selbst wahrhaftig gegenüber zu sein - um überhaupt die Liebe erkennen und annehmen zu können.
So auch gestern wieder - frei fließende Gedanken darüber, das man doch so viele Menschen auf so unterschiedliche Weise lieben kann - wie es zu Begegnungen kommt - wie Liebe und Nähe entsteht und tiefe Verbundenheit - oder wie es sein kann das sie manchmal einfach da ist - von Beginn einer Begegnung an die Liebe und die Tiefe der Verbindung - wie sich Beziehungen verändern - wie es dann wieder zu Trennungen kommt. Es scheint mir jetzt, wo ich versuche diesen Gedanken eine Form zu geben, dass viele Teile meines Lebens gestern einfach mal wieder so durch mich durchgeflossen sind. Das es möglich ist, mehrere Menschen zu lieben, auch wenn die Kirchen oder Gesellschaft das ablehnen und verurteilen. So läuft dann fast immer mein ganzes Leben zumindest in Bruchstücken in mir ab - Vergangenheit und Gegenwart gemixt - quasi wie auf einer Zeitreise - aber meistens nur sich aneinander reihend ohne Bewertungen.

Dann kam mir plötzlich die Erinnerung an die Frage einer Mutter von Zwillingen in den Sinn - die sich Sorgen machte und sich ausgeschlossen fühlte. Ich konnte die Frage damals nicht beantworten, wie es wohl mit der Identität jedes einzelnen Zwillings aussieht. Der Mutter nach hatten die Beiden so eine intensive Verbundenheit und Liebe füreinander - so ein tiefes Verständnis, das sie sich als Mutter stets ausgeschlossen gefühlt hat. Aber auch die Sorgen hatte, das jeder Zwilling nie eine eigene Identität haben würde. Ich konnte die Sorge verstehen - bin ich doch ein Mensch, der selbst aufgrund einer großen Sensibilität und Offenheit für Andere, sehr lange nach der eigenen Identität gesucht hat, um sich selbst nicht zu verlieren und der Abhängigkeiten hasst. Aber daher hatte ich aus meiner damaligen Sicht keine Antwort für sie.
Dann dachte ich aber - heute hätte ich vielleicht eine tröstende Antwort. Denn vielleicht gibt es überhaupt keinen Grund zur Sorge?!  Vielleicht haben beide in ihrem liebevollen "Wir" dennoch ihre eigene Identität und vermissen überhaupt nichts. Sondern es ist eher unser Unvermögen verstehen zu können, das es solche Beziehungen gibt - weil wir es nicht kennen.

Hier habe ich ein so bezauberndes Video gefunden als ich nach einer Info suchte zu Zwillingen ...

Es gibt in den spirituellen Schriften vielleicht etwas Vergleichbares  - die Ausführungen über Dualseelenverbindungen. Was ist - wenn Zwillinge sich einfach nur entschieden haben, als Zwillinge zu inkarnieren, um in diesem Leben diese Verbindung von Beginn an leben zu können? - Denn es gibt sicher auch da sehr unterschiedliche Ausdrucks - und Lebensformen, in denen Dualseelen zusammen leben können, oder ihre Entwicklung unterstützen und sich helfen ihre Wunden zu heilen. Und alles was es gibt, unterliegt immer wieder unseren Bewertungen und nur das was wir kennen - wissen wir auch - deswegen irren unsere Bewertungen sicher so manches mal.

Es gibt Liebe die so tief und verbunden ist, das man nur staunen kann und das man glaubt zu sterben, kommt es zur Trennung! Und das sage ich "lach" beinhaltet doch das, bei Angst vor Abhängigkeit eigentlich - so schnell wie möglich weg zu laufen, um diese Schmerzen nicht aushalten zu müssen.


Liebe und tu, was Du willst:

Schweigst Du, so schweige aus Liebe!
Redest Du, so rede aus Liebe!
Schonst Du, so schone aus Liebe!
Die Wurzel der Liebe sei in Dir.
Aus dieser Wurzel kann nur Gutes kommen.
~ Augustinus

So betreue ich seit vielen Jahren zwei Menschen deren Beziehung zueinander man als extrem und ungesund abhängig bewerten könnte.  Jeder der den Fehler machte an der Beziehung etwas ändern zu wollen, wurde völlig ausgegrenzt - so das ich gelernt habe, es einfach nur liebevoll zu akzeptieren und zu begleiten - da mir die Bewertungen nicht zustehen. Und oh Wunder - mit dem Begreifen, dass ich die Beziehung nicht zerstören will, entwickelten sich kleine Veränderungen im liebevolleren miteinander Umgehen.

Wie Ihr seht - sehr verrückte Assoziationen im Auto - ich empfinde es aber immer wieder als sehr bereichernd für mich und staune - das so scheinbar vergessene Fragen oder Situationen dann wieder in Fluss kommen. 

Wie wichtig es ist, Menschen auf irgendeine liebevolle Weise zu berühren - ihnen zu begegnen und immer wieder zu erkennen, dass unsere eigenen negativen Bewertungen oft überhaupt nicht der Realität entsprechen. So wie wir oft nicht wissen, wie viel ein paar nette Worte und ein Lächeln bewirken können - so wie bei dem Nachbarn meiner Klienten. Ich habe heute in einem Blog gelesen,  in dem das auch Thema war - und "Jaaa!" diese täglichen licht- und liebevollen, kleinen Situationen in unseren Leben sind es, die etwas mehr Liebe und Herz, ein Lächeln und Freude in die Welt bringen können! 

Liz 12.03.2018, 20.04 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Pflegenotstand !

Ausführliches Gespräch mit neuem Arzt in der Praxis meines Arztes - über Arbeit im sozialen Bereich geführt - er hatte viele Praktika in Pflegeeinrichtungen und wir waren uns bezüglich Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen so was von einig, wie schlimm es um die Pflege steht und wie schlimm es noch werden kann, wenn nichts geschieht. 
Bei diesen für Pflegekräfte unerträglichen Aussagen der Politiker ...... 
Der Doktor hatte Redebedarf ;-) - meinte er wäre heute morgen bei den Nachrichten schon fast ins Radio gesprungen und die Metallarbeiter würden doppelt so viel verdienen wie das Pflegepersonal - Autos sind eben wichtiger als Menschen .... und mir springen die letzte Tage bei den Themen und Sprüchen von Politik und Gesellschaft auch schon fast die Drähte aus der Mütze.

Eine Twitter Aussage heute:
Politik: "Ja #Pflegenotstand, wir haben verstanden." Nein! Habt ihr nicht! Es ist nicht 5 vor 12 sondern 13:30 Uhr. Da ist mit ein bisschen Kosmetik nichts mehr zu ändern. Es muss JETZT WIRKLICH was passieren oder alles bricht zusammen.

Meine Antwort:
Dem stimme ich voll zu - kann es nicht mehr hören - vor 43 Jahren Krankenpflegeausbildung abgeschlossen und es war "immer" Thema ohne das etwas besser wurde!

Daraus entwickelte sich dann Kommunikation über die derzeitigen Zustände
Weiterer Post von anderer Person .... Ich war dabei 1989 in Dortmund...geändert hat sich wenig und nicht überall und das auch nur Vorübergehend. Ein Pflegender sagte er werde seinen Kindern unter Androhung von Schlägen verbieten diesen Beruf zu wählen. Warum wohl?!

Meine Antwort:
Ich war auch dabei - und ich zähle auch im Bekannten- und Verwandtenkreis immer die ganzen Nachteile auf - obwohl ich Beruf und Menschen immer noch gerne mag!

Weiterer Tweet eines Pflegers: Die letzten Tage früh, morgen spät, übermorgen wieder früh. Funzt, "Es" sei Dank. Aber bei übermorgen bin ich mir nicht ganz sicher. Nach 9:15 Std. "Ruhezeit".

So ging es weiter und könnte es endlos weiter gehen und dennoch werden die Pflegekräfte nicht gehört ...... bis der Kollaps kommt.
Heute regt mich das auf! Leute - ihr werdet alle mal pflegebedürftig - sonst fangt jetzt schon mal an Tabletten zu sammeln für das menschenwürdige Ende!!

Ach was bin ich immer drauf wenn ich " Rücken " habe .....

Liz 01.02.2018, 18.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Nikolausgruß :-)


Mir geht es nach einem MagenDarmInfekt jetzt fast wieder richtig gut, werde heute Arbeiten - lasse es aber heute morgen noch langsam angehen. Kreislaufprobleme sind weg, nach einer gut durchgeschlafenen Nacht.

Ich denke gerade so darüber nach, das sich die soziale Medien - Facebook und Co für mich wirklich als positiv zeigen. Zu meinem Bedauern gibt es zwar immer noch einige Freunde/Innen etc., die dem absolut negativ gegenüber stehen.

Man mag daran kritisieren was man mag, es ist immer eine Frage des Umgangs damit. Obwohl ich mich auch schon manchmal bei der Unart ertappe, wenn ich im Kontakt mit Jemandem bin, in mein Handy zu schauen. Irre wie sich das verändert hat, habe ich mich doch noch vor einigen Zeit gegen das Handy mit Händen und Füßen gewehrt, weil ich nicht immer erreichbar sein wollte. Da haben es mir meine Kollegen sogar zum Geburtstag geschenkt, mein erstes Handy.....

Ich versuche es aber immer noch  in meinen Kontakten in dem Moment bewusst präsent zu sein.  Andererseits - das Positive ist gerade dann, wenn man so andere Arbeitszeiten wie ich früher und auch jetzt noch manchmal im sozialen Bereich arbeitend,  die Möglichkeiten habe zu jeder Zeit ein Lebenszeichen von mir zu geben und bei Anderen lesen zu können. Dadurch habe ich das Gefühl mehr am Leben meiner Familie und Freunde  teilhaben zu können, bzw. mit weniger Zeitaufwand - Zeit die ich sonst wirklich nicht hätte. Ich habe jetzt die Möglichkeit durch eine Gruppe Fotos meiner früheren Heimat zu sehen was mich immer freut und irgendwie ist die Welt so viel kleiner geworden.

Auch wenn ich mir Sorgen über meine Mutter machte im letzten Jahr, die jetzt im Altenheim lebt, musste ich darüber nachdenken wie abgeschnitten wir früher von Informationen etc. waren. Jetzt bin ich in einer Whatsapp Gruppe mit meinen Schwestern verbunden und bekomme daher alle Absprachen etc. mit - auch da mehr Teilhabe - es ist so in solchen Zeiten schon schwer genug nicht mal eben hin fahren zu können um nach dem Befinden zu sehen. Unvorstellbar heute, das ich meine Oma nur noch einmal vor ihrem Tod besuchen konnte  - telefonieren ging nicht mehr und um meine pflegenden Verwandten nicht noch zusätzlich zu belasten, rief man da auch nicht oft an.

Es braucht natürlich auch Zeit diese Zeilen jetzt zu schreiben, aber andererseits können jetzt diese Gedanken viele Menschen die es interessiert, mit denen ich in irgendeiner Form verbunden bin lesen, was schön ist. Und ich von Ihnen :-)

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Nikolaustag und viele schöne Momente in Euren Kontakten :-)


Liz 06.12.2017, 10.33 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der erste Adventssonntag :-)

.. ist jetzt fast vorbei. Ich hoffe Ihr hattet einen schönen Tag bisher. Bei uns hat es zum ersten Mal geschneit und bevor es durch den Regen dann wieder alles abgetaut war, habe ich schnell noch diese bestäubte, verblühte Rose heute morgen fotografiert. Solche Eindrücke gefallen mir immer an Besten -  wenn der erste Schnee fällt.



Ich dachte gerade innerlich grinsend - vor einigen Tagen habe ich mich noch beschwert das ich durch die Wechseljahre ständig kochende Füße habe. Das kann ich momentan überhaupt nicht mehr behaupten. Meine Füße werden überhaupt nicht mehr warm und nichts geht mehr ohne Körnerkissen ;-)
In der nächsten Woche steht Vieles an - und am nächsten Freitag findet unsere alljährliche Weihnachtsfeier für die Klienten statt - d.h. Freitag wird es dann spät mit dem Feierabend.
Also die Zeit nutzen und jetzt noch ein paar Zeilen schreiben.

Ich bin momentan sehr berührt - offen und fühle mich sehr intensiv. So wie es Zeiten gibt wo alles so still vor sich hinplätschert - ohne besondere Höhen und Tiefen und tiefere Emotionen, so kann sich das auch unglaublich schnell ändern, wie ich die letzten Tage wieder einmal festgestellt habe.
Ausgelöst durch einen Kontakt aus der Vergangenheit, ist jetzt in Gang gesetzt, das immer mehr Erinnerungen an Gefühltes der Vergangenheit an die Oberfläche kommen.
Wohlgemerkt ich bin sehr dankbar darüber - kann ich doch viele Aspekte und Gefühle eines Teils meiner Lebenszeit neu betrachten. Und da es mich so berührt kann ich nur sagen, schlief es so vor sich hin. Die Jahre die noch teilweise im Dunklen lagen, ohne das ich es überhaupt bemerkt habe - die Assoziation reihen sich aneinander und öffnen neue, alte Begebenheiten. Es war eine jahrelange chaotische Zeit meines Lebens. Und ich lasse mich dankbar auf den Prozess in mir ein, weiß ich doch wie immer wenn ich mich in diese inneren Prozesse begeben habe, das alles was dunkel und schmerzhaft war aufgelöst wird und übrig bleiben die positiven und schönen Gefühlen - die mir zuvor auch verborgen waren.
Ich muss dennoch auch über mich selbst lachen - gab es doch eine Zeit lang wo ich beklagt habe das ich nicht verdrängen kann, weil es so anstrengend ist so viel wahrzunehmen und verarbeiten zu müssen. Wie sehr ich mich geirrt habe und wie perfekt ich verdrängt hatte zu einer Zeit als ich es brauchte, um Alles was geschehen war aushalten zu können. Dachte ich doch ich hätte Alles schon angesehen und losgelassen .....



Jetzt wünsche ich Euch von Herzen noch einen wunderschönen Abend! Wenn Ihr wollt mit diesem etwas anderem besinnlichen Link

Liz 03.12.2017, 19.47 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Gedachtes und Gefühltes zur vergangenen Woche


Viel war in der Woche los besonders im Inneren - es auszudrücken braucht etwas Zeit, das geht in der Woche neben der Arbeit nicht, aber jetzt möchte ich Euch meine Gedanken und Gefühle doch einmal mitteilen und auszudrücken versuchen.

Montag so was von Dauerregen - bin mehrfach nass geworden bei den Klientenbesuchen - rein ins Auto raus aus dem Auto und der Schirm ist meistens da wo ich ihn nicht brauche.

Habe mich lange nicht mehr so geärgert wie über die Glyphosat Entscheidung. Ich konnte mich irgendwie zunächst gar nicht wieder beruhigen. Es war sowas von in mir  - "es reicht"!!!  Seit ewigen Jahren wissen wir um die Klimaveränderung, die Gefahr der Umweltverschmutzung, die unaushaltbare Behandlung der Tiere und nichts geschieht wirklich. So eine elende Ignoranz!

Ähnlich wie zu den Themen "Pflegenotstand" - den gibt es auch schon immer und ich bin schon mit achtzehn deswegen zur Demonstration gegangen - und nie hat sich was wirklich Angemessenes getan. Dann wurde mal wieder viel ausgebildet - doch durch die Schwere der Arbeit veränderte sich immer wieder schnell der Personalpool,  da Viele auch schnell wieder aussteigen.

Und nicht zu vergessen das Thema sexulle Übergriffe und Sexismus. Auch das war leider immer schon so - und wenn man sich Hilfe holen wollte, wurde es von den Frauen toleriert, denn sie hätten sich ja mit ihren Männern auseinandersetzen müssen und sich wehren, wenn sie es mitbekamen, also war die Frau schuld, die es ansprach. Es wird bis heute bagatellisiert von Frauen und Männern - vielleicht weil sich so Viele dann ihr eigenes Verhalten ansehen müssten. Ich habe mich im Netz an dem "MeToo" nicht beteiligt - vielleicht weil ich es immer nicht ab kann, wenn etwas "künstlich" hochgeschaukelt wird und mir in keiner Weise daran liegt Männer schlecht machen zu wollen. Ich mag Männer - beide Geschlechter haben ihren Anteil daran, das es so lange zugedeckt wurde und immer noch Thema ist. Selbst ein guter Freund von mir muss immer sofort abwiegeln wenn ich meine Meinung dazu sage, wenn mal wieder was Aktuelles in der Welt geschehen ist. Ich habe mich früher mit Angst gewehrt wenn es zu schlimm war - ich war zu sensibel um es einfach hinnehmen und ertragen zu können und hatte auch die nötige Kraft,  mit den Jahren immer selbstverständlicher und jetzt ist es aufgrund meines Alters nicht mehr so aktuell ;-)

Aber es ist seit meiner Jugendzeit  doch überall in der Gesellschaft Thema ohne jemals Thema geworden zu sein über viele Jahre. Es ist notwendig das es ausgesprochen wird, weil nur das Bewusstsein schafft - aber ohne Schuldvorwürfe, das bringt nichts und verunsichert nur. Natürlich nicht bei sexuellen Straftaten. Ich weissß noch wie tief erschüttert ein gestandener Pfleger in der Akutpsychiatrie mir erzählte, das er es kaum ertragen konnte das die vergewaltigte Frau in der Leichenhalle lag während der Täter auf der Station gebauchpinselt wurde.

Im Alltäglichen erlebte ich Sexismus überall - Fahrlehrer, Pastor im Zug der mich begrapschte - und als ich mich entziehen wollte mir mitteilte, er wäre evangelischer Pastor - wohl um mir zu signalisieren ich bräuchte keine Angst haben?!, - im Schwimmbad - ich warnte die Person 2 x - dann habe ich ihn öffentlich geohrfeigt und angebrüllt und erhielt das erste Mal Beifall von jungen Leuten, - in einer Kur musste ich über einen Tisch klettern um aus einer Ecke zu kommen- da der Person einfach mein " Nein" nicht verständlich war, - und oft wenn ich es erzählte Unverständnis und Ablehnung in meinem Umfeld, Vermieter der mich einfach grob an den Po fasst und in eine Ecke drängte - ich habe es erzählt, mich vollkommen distanziert, hätte eine Anzeige gemacht wenn es sich wiederholt hätte, denn bis dahin hatte ich schon genug Erfahrungen gemacht das Öffentlichkeit es beendet - war nicht mehr nötig, weil er sich indirekt entschuldigte.

Als die Themen der Sexualität  und Missbrauch in der Gesellschaft erstmals aufbrach so ca. vor 35 Jahren, hatten wir in der Psychiatrie wenig Klienten die nicht betroffen waren - Frauen, aber auch Männer. Ich arbeitete zu der Zeit in einer psychiatrischen Tagesklinik.  Es war immer notwendiges Thema in der Therapie und Ursache vieler Symptome und erforderte damals eine persönliche Aufarbeitung und Reflexion, um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht werden zu können.

Die jungen Frauen tun mir leid, vielleicht können wir als Gesellschaft endlich vermitteln das sie " Nein" sagen dürfen und gehört werden. Das es o.k. ist und sie sich nicht schämen müssen weil sie nichts falsch gemacht haben. Hier einige Beispiele zum Thema Sexismus im Alltag.

Es hat für mich lange gebraucht mich aus der Scham und Angst zu befreien und ich hoffe das die Diskussionen darüber das leichter machen, denn zu meiner Zeit gab es diese Öffentlichkeit noch nicht. Bei dem Thema muss ich sagen, hat es mich aber jetzt immer noch innere Auseinandersetzung gekostet meine eigene Betroffenheit damit öffentlich zu machen! 

Dann hatte ich an einem Tag eine Talkshow zum Thema " hat die Gewalt zugenommen"?  Ich war mit den Meinungen nicht einverstanden, denn sie hat innerhalb der Gesellschaft zugenommen, meiner Meinung nach!  In der Psychiatrie spürt man das regelmäßig deutlich, was mich immer in gewissem Maße mit der Polizei sympathisieren läßt, die oft ebenso wie Mitarbeiter in den sozialen Bereichen, die Fehlentscheidungen der Politik ausbaden muss. Wobei ich schon manchmal mit dem Kopf schütteln muss - eine Situation die wir als MitarbeiterInnen alleine bewältigen müssen, wurde einmal als polizeiliche Hilfe angefordert wurde von einem SEK Einsatz begleitet. Das Problem - wir dürfen keine Gewalt anwenden, die Polizei darf keine Gewalt anwenden .......was ist angemessene Gewalt wenn man sich wehren muss - darf?

Täglich bekomme ich es zudem auf der Straße mit, wenn ich mich durch das Verkehrschaos bewege.

In Resonanz zu meinem Inneren erlebte ich es dann hautnah, wie eine junge Frau mit "dickem" Auto mindestens mit 100 KMh von der Schnellstraße kam, voll hupte und mir fast ins Auto gefahren wäre. Da sie aus der Kurve kam hatte ich sie nicht sehen können - konnte aber gerade noch die Spur wieder wechseln. Adreanalin hoch, die Knie schlotterten. Aber damit nicht genug setzt sie sich an der nächsten Ampel neben mich in die Spur - und obwohl ich einlenkend, entschuldigend winkte - fuchtelte sie voll aggressiv herum und zeigte mir einen Vogel. Ich habe dann einfach nur noch abgewunken und sie ignoriert  - es lohnt sich nicht ....

Anstrengende Telefonate und viel Schreibkram, bis sich dann durch den schönen Nachmittag in Detmold auf Weihnachtsmarkt und mit Schloßbesichtigung alles etwas beruhigte.

Zu meiner Freude überraschende Kontaktaufnahme über Facebook aus der ganz fernen Vergangenheit am Donnerstag.

Wie  ihr seht  - Dinge die mich im Inneren bewegen! Dann wenn ich sie aufschreiben könnte, sind sie aber oft schon wieder verblasst. Diese Woche war ich jedoch recht aufgewühlt, betroffen - deswegen ist es auch noch da - sonst kann ich in der Regel schneller loslassen und die Gefühle sind weg.


Liz 03.12.2017, 12.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

November, Totensonntag, Freuen auf die Zeit der Lichter


Die Blätter fallen. Fallen wie von weit, 
als welkten in den Himmeln ferne Gärten; 
Sie fallen mit verneinender Gebärde. 

Und in den Nächten fällt die schwere Erde 
aus allen Sternen in die Einsamkeit. 

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. 
Und sieh dir andre an: es ist in allen. 

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen 
unendlich sanft in seinen Händen hält. 

Rainer Maria Rilke



Fotos sind in diesem Jahr entstanden auf unserem wunderschönen Johannisfriedhof mit seinen alten großen Bäumen und ebenso alten schönen Gruften.

Totensonntag - das Thema Tod hat mich im Verlauf dieses Jahres des Öfteren beschäftigt. Älter werden, der Verlust von immer mehr Menschen, von meinen lieben Onkeln und Tanten lebt fast Niemand mehr, Kolleginnen und Klientinnen sind plötzlich durch Krankheit und Tod gegangen.
Gestern beim Besuch meiner Mutter im Altenheim (ihr geht es mit ihren bald 87 Jahren wieder besser dank der regelmäßigen Betreuung und sie hat sich auch emotional stabilisiert) kamen auch wieder viele Erinnerungen.
Das ist aber immer so, wenn ich an die Orte meiner Kindheit und Jugend fahre, da besonders das Altenheim in dem meine Mutter lebt, mein erster Arbeitsplatz war, meine erste Konfrontation mit einer Sterbenden und die Erinnerungen an die Entbindungs - und Säuglingsstation in der ich mit 14 Jahren ein Praktikum und Sonntagsdienst machte. Dort hat mein Vater meine Mutter kennen gelernt - sie lernte dort die Küche, er half dort beim Bauern und war froh nach dem Krieg ein Zimmer gefunden zu haben als Flüchtling aus Ostpreußen.
Es ist nichts aktuell Schmerzhaftes - aber einige Nachrichten die ich bekam, berührten mich doch und machen mich nachdenklich. Und vielleicht hat der November es doch so an sich, die Vergänglichkeit näher in den Blickpunkt zu rücken. 
Daher freue ich mich jetzt aber auch auf die Zeit der Lichter - ich habe schon einen Tag Urlaub am Freitag genutzt adventlich zu dekorieren, denn in der kommenden Woche habe ich für das Gewusel nicht genug Zeit. Die Lichter können dann am Montag angehen. Eine Lichterkette für den Balkon muss ich noch kaufen ....
So  nachdem ich so einige Seiten von Euch mit Leckereien gesehen habe, will ich doch jetzt noch eine Kleinigkeit kochen - schönen Abend Euch!

Liz 26.11.2017, 18.25 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Erkennen


Ungeahnte Seiten
noch verborgen für dich selbst
leuchtendes,
aber auch unerforschtes Dunkles
Licht und Schatten

Angst vor dir selbst
vor dem was du in dir vermutest
lässt dich zurückschrecken
vor der Suche nach dir selbst
damit hemmst du
deine Kraft
befreie diese Kräfte
die angenommen sein möchten

vielschichtig
tief
kraftvoll
voll innerer Schönheit
zart wird es erweckt
und bahnt sich
seinen Weg
das Leben
umarmt dich
und du
umarmst
das Leben

© Liz Zimmermann


Liz 18.10.2017, 14.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Im Jetzt


EIN   TAG 

Nimm an was dieser Tag Dir gibt
Das Licht dieses Tages,
die Luft und das Leben,
den Duft dieses Tages,
das Lachen dieses Tages,
das Weinen und das Spielen,
das Wunder dieses Tages.
Nimm an was jeder Tag Dir gibt

© Liz Zimmermann

Liz 15.10.2017, 15.37 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Es gibt keine Fehler oder Niederlagen auf deiner Reise durchs Leben, sondern nur Stationen mit unterschiedlichen Erfahrungen.

Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, 
denn sie werden Taten.
Achte auf deine Taten,
denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, 
denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, 
denn er wird dein Schicksal.
~ aus Sanskrit ~  





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Zufallsspruch:
Fehlt es einem Redner an Tiefe, geht er meist in die Breite.

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Ute
Hallo Liz,
bin über Engelberts Seelenfarben auf deine Seite gekommen und finde sie einfach nur toll-
LG


2.1.2016-8:29

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Ich freue mich das du hierhin gefunden hast. Hinzukommende Texte, Bilder und Fundstücke sind leichter und schneller in ein Blog einzubinden, als in eine eher statische Homepage. Hier möchte ich dich teilhaben lassen an meinem alltäglichen Leben, ebenso wie an fotografischen, spirituellen oder literarischen Inhalten.

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Paula:
Die Verse am Anfang gefallen mir sehr gut. Kl
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Klärchen:
Liebe Liz,durch so ein schönes Rosentor zu ge
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Nova:
Das schaut wunderschön aus, einfach herrlich
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Dies und Das:
....auch wenn der Löwe recht grimmig drein sc
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Morgentau:
Wunderbare Impressionen, liebe Liz. Das liebe
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