">Meine Katze Joisie

 
geboren Frühjahr 1987 ~ gestorben Frühjahr 2011


Ich habe schon in meiner Ehe immer mit Tieren gelebt, Katzen und ein Hund, bei meiner Trennung habe ich die Tiere schweren Herzens bei meinem Mann gelassen, da dort räumlich ihr Zuhause war und sie ebenso Bezug zu ihm hatten, wie auch zu mir. Damit war der Verlust zum Zeitpunkt der Trennung schon zu verarbeiten.

Doch ich bin immer wieder erstaunt wie sehr unsere Tiere mit unseren Herzen verbunden sind. Das einzige Mal das ich meinen Mann habe weinen sehen, war als er mir mitteilte wie er einige Jahre später unseren Hund hatte einschläfern lassen müssen.


Das vorab, denn Joisie kam ca. 1990 zu mir als ich in der Phase der Trennung noch überall „glückliche Beziehungen“ sah und litt und parallel dazu auch gerade mein Vater plötzlich gestorben war.



Joisie 2011

Das nur, um zu verstehen wie verknüpft manchmal die Beziehungen zu unseren Tieren sind. Ich hatte die Entscheidung getroffen 2 Katzen aus dem Tierheim zu nehmen, Vanessa eine kleine Schwarze war ein absoluter Freigeist und sie hat mich dann verlassen nach dem Umzug vom Land in die Stadt. Ich habe sie zwar dann auch wochenlang gesucht als sie nicht wieder kam, aber eigentlich war mir klar, das sie sich bei mir verabschiedet hatte, um sich ein anderes Zuhause zu suchen wo sie ständig raus konnte – sie dehnte ihre Freigänge vorher schon immer mehr aus und hat nie richtig Beziehung zu mir aufgenommen. ( Aber die Ungewissheit bleibt ja was geschehen ist wenn eine Katze nicht wieder kommt.)


Also Joisie war eine sehr ängstliche aber auch anhängliche, schöne Katze die sich mir sehr schnell anschloss und mir viel Liebe, Trost und Freude schenkte. Sehr zu meiner Überraschung stellte ich dann über den Impfpass fest, das sie die Katze einer früheren Klientin der Tagesklinik in der ich arbeitete war, die sich suizidiert hatte. So konnte ich in etwa nachvollziehen und erahnen welche emotionalen Unberechenbarkeiten Joisie erlebt hatte und warum sie so schreckhaft war, neben der Tierheimerfahrung.

Im Laufe der Jahre verlor sich die Schreckhaftigkeit und Angst völlig , da Joisie auch mit Besuchern nur positive, liebevolle Erfahrungen machte. Sie war in der Blüte ihrer Jahre und da wir auf dem Land lebten hatte sie, wann immer sie wollte, Freigang.

Wir zogen dann aus beruflichen Gründen 1998 in die Stadt. Zunächst versuchte ich den Katzen beizubringen sich an bestimmte Zeiten zu gewöhnen, in denen ich sie raus ließ und sie dann wieder aus dem Garten holte, da ich in der oberen Etage wohnte. Aber nachdem ich in so einigen Nächten taumelnd im Garten herum gelaufen und einmal vor Müdigkeit kopfüber ins Rosenbeet gefallen war, gab ich auf. Denn Joisie rief zwar wenn sie rein wollte, kam dann aber nicht mit hoch, sondern versteckte sich immer wieder wenn ich sie hochheben wollte.

Und Vanessa war wie oben beschrieben, gegangen, nachdem sie ihre Freigänge immer mehr ausgedehnt hatte. Ich bin mir sicher das sie sich verabschiedet hat und ich habe neben aller Anhänglichkeit und Bindung meinerseits, immer die besonderen Charakteren und Eigenschaften meiner Tiere akzeptiert.


Denn auch ein Tier muss sein Leben leben seiner Art und seinem Charakter entsprechend.

Leben wir zusammen gilt es beidseitig sich zu respektieren und für mich als Menschen achtsam mit meinem Tier umzugehen.



Joisie ca. 2001


Joisie hatte keine Probleme damit fortan nur noch eine Hauskatze zu sein, die Wohnung und ich genügten ihr, nachdem sie mich nach dem Fortgang von Vanessa ganz für sich alleine hatte.



Hier beide ca. 2005

Als dann 2001 mein Kater Charlie dazu kam, nahm sie es mit Gelassenheit und Toleranz, wichtig war ihr nur genügend Streicheleinheiten zu bekommen. Zudem war Leben in der Bude und sie war inzwischen ja auch schon eine reife, ältere Dame mit 14 Jahren. Zudem verstand sie es auch, dem kleinen Racker mit einigen unmißverständlichen Gesten, Manieren beizubringen.



2006 -schon großer Kater

Obwohl ich manchmal schon etwas Sorgen hatte wenn er zu ungestüm auf sie sprang.

2007 hatte Joisie eine Phase wo ich mir Sorgen machte, denn sie schien manchmal wie verkalkt, stand z.B. vorm Sofa und wusste einfach nicht mehr wie man es macht hoch zu springen, obwohl sie körperlich dazu in der Lage war.

Joisie war eine absolute Reikikatze. Sie liebte es auf meinem Bauch liegend Reiki zu bekommen, je mehr Energie umso besser. Ich habe mich oft gefragt ob das ihr hohes Alter erklärte.

Sie fing sich wieder, war eigentlich auch immer gesund bis auf hin und wieder ein paar Ohrmilben, wurde zunehmend dünner und zarter – eben so wie auch oft ganz alte Menschen. Sie wirkte immer zerbrechlicher meine Süße, sah oft richtig ätherisch aus wie ein Hauch, zerbrechlich, oder wie eine ganz junge Katze. 



Joisie2010

2009 zogen wir dann in eine Erdgeschosswohnung. Doch Joisie hatte kein Bedürfnis mehr nach draußen zu gehen, aber sie genoss es sehr auf dem Balkon zu sein und in der Sonne zu liegen. 

Die letzten Jahre, besonders das letzte war dann für mich eher eine Strapaze, da sie nachts sobald es dunkel wurde und wir ins Bett gingen, anfing zu schreien. Ein Dank meinem Tierarzt mit seinem homöopathischem Mittel was mir ein paar Stunden Schlaf mehr verschaffte. Aber es war dennoch so wie bei einem Baby, alle paar Stunden wach, mit ihr reden und sie streicheln, damit sie ruhig war. Sie hingegen fraß noch gerne und genoss ihr Leben, da sie so zart und leicht war konnte sie auch noch überall hin springen außer auf den Schrank, den schaffte sie in den letzten Jahren nicht mehr.

In meiner Seele hatte ich ihr versprochen das sie gehen darf wenn sie Schmerzen hat und ich irgendwie mitbekomme, das sie leidet oder krank ist.

Im Frühjahr 2011 war es dann soweit, als ich von der Arbeit kam hatte sie in die Wohnung mit Blut erbrochen, sie trank und fraß nicht mehr und ich wusste das es nun zum Nierenversagen gekommen war und ich mein Versprechen halten musste. Mein Püppchen hat die ganze Nacht noch bei mir ganz ruhig geschlafen und ich konnte mich verabschieden und dann bin ich kurzentschlossen am Morgen mit ihr zu unserem Tierarzt gefahren. Dort hat man mir dann sehr geholfen das ich sie in Würde, wenn auch unter Tränen gehen lassen konnte.


Aber auf den gewaltigen Schmerz im Herzen war ich nicht vorbereitet. Hatte ich das letzte Mal so einen Schmerz doch bei dem Tod meines Vaters und meiner Trennung von meinem Exmann in meinem Herzen gespürt und nicht gedacht, das es mir mit meinen Tieren ebenso geht. Tiere los zu lassen ist nur einfacher bzw. schneller möglich, da nicht so viel Unerledigtes später mühsam verarbeitet werden muss. 


Die Zeit vergeht so schnell und ich bemerkte jetzt das meine Einträge zu Joisie nicht mehr auffindbar waren für mich auf Facebook und im Blog ( versehentlich gelöscht ?) . Zudem wird es schwieriger sich an zeitliche Abläufe zu erinnern, so das ich den Verlust von Charlie genutzt habe, jetzt auch noch einmal das Leben von meiner geliebten Joisie in Bild und Wort festzuhalten.

Denn sie hatte einen ebenso großen Stellenwert für mich wie Charlie. Es war nur über viele Jahre Zeit mich zu verabschieden von ihr und jede Veränderung bewusst wahrzunehmen. Daher war es mir leichter es hinterher schneller zu akzeptieren, denn es war ein unfassbar langes Katzenleben.


Es gibt leider nicht so gute  Fotos und nicht viel aus jüngeren Jahren, da das digitale Zeitalter mich in ihren jungen Jahren noch nicht erreicht hatte.


Hier der Link auf ihr Fotoalbum 


Es gibt keine Fehler oder Niederlagen auf deiner Reise durchs Leben, sondern nur Stationen mit unterschiedlichen Erfahrungen.

Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, 
denn sie werden Taten.
Achte auf deine Taten,
denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, 
denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, 
denn er wird dein Schicksal.
~ aus Sanskrit ~  





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Zufallsspruch:
Der Eigensinnige rennt deshalb in sein Verderben, weil er sorglos und von sich eingenommen ist.

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Ute
Hallo Liz,
bin über Engelberts Seelenfarben auf deine Seite gekommen und finde sie einfach nur toll-
LG


2.1.2016-8:29

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