Mein Kater Charlie
geboren 01.04. 2001 ~ gestorben 24.12.2013

Charlies Mutter Minka war die Gruppenkatze von der Wohngruppe in der ich 2001 arbeitete. Sie war noch ein sehr junges Tier, teilweise mit Anteilen einer Rassekatze. Zum Termin der Sterilisation, als ich mit ihr zum Tierarzt fuhr, stellten wir fest das sie schwanger war.
Also bereiteten wir uns auf den Wurf vor und Ostern 2001 war es dann soweit. Ein Wurf mit 5 kleinen Kätzchen , wenn ich mich recht erinnere, erblickte in der Nacht das Licht der Welt und erwartete mich morgens, als ich zum Dienst kam.

Entzückend die Entwicklung dieser kleinen Wesen zu erleben, wobei Minka einige Hilfe benötigte um mit ihrem Nachwuchs umzugehen, war sie doch selbst etwas neurotisch.
Wir bekamen sie soweit groß, das es möglich war ein Zuhause für die kleinen Racker zu finden.
Die Rotgetigerten waren sehr schnell vermittelt, übrig blieb dann ein kleiner Tiger.

Damit das Kätzchen nicht ins Tierheim musste entschied ich mich dann es zu nehmen, nicht ohne Sorge ob es mit meiner schon älteren Katze Joisie glatt gehen würde.

Zu dem Zeitpunkt konnten wir noch nicht feststellen welchen Geschlechts das Kleine war, aus dem Grund wählte ich den Namen Charlie, der zu beiden Geschlechtern passte.



Hier Beide in 2011 *˛˚ღ •˚ als Joisie schon zart und fast durchsichtig wirkte .... 


Joisie war nicht so sonderlich begeistert, da Charlie ein richtiger Rabauke war, aber sie tolerierte ihn und seine Unarten. Und wie es sich für eine Katze gehörte, übernahm sie auch gewisse mütterliche Verhaltensweisen, putzte ihn und ertrug mit Fassung seine Eskapaden und Raufereien.
 
Nichts war vor ihm sicher, er kletterte in den Vorhängen hoch, knabberte alles an und ich vergesse nie den Tag als er über ein Teelicht kletterte und es zischte und stank, weil dampfend sein Schwanz angekokelt war.
Besonders liebte Charlie es von den Schultern der Gäste in die Rucksäcke zu klettern, wenn sie diese auf den Schultern trugen.
Eines Tages kam ich von der Arbeit wieder und der Wohnzimmerteppich stand unter Wasser. Charlie konnte einer Wassersäule nicht widerstehen in der bei Betrieb die bunten Perlen hoch blubberten. Also hatte er kurzerhand die ganze Säule umgekippt und zerbrochen.
So Einiges an Dekoration wurde so im Laufe der Zeit vernichtet, ebenso wie einige Korbsessel die als zusätzlicher Kratzbaum genutzt wurden.


Er war so voller Neugierde das er es auch nicht lassen konnte, trotz mehrmaliger Erfahrung der heißen Herdplatte, immer wieder über den Herd zu klettern.




„Wo Du bist da will ich sein“ so war er überall dabei und in meiner Nähe, wobei Joisie es dann genoss mal ihre Ruhe zu haben. Und irgendwie war er trotz allem Stress auch immer schon unwiderstehlich und lieb. 

Charlie liebte es auf den Balkon zu gehen, in der Sonne zu liegen und auf der Brüstung herum zu klettern. So knüpfte er da von Fenster zu Fenster den Kontakt zur Nachbarin ,die in späteren Jahren auf ihn aufpasste, wenn ich unterwegs sein musste. 




Dezember 2009 zogen wir um, auch wegen des Katers in eine Erdgeschosswohnung, damit er endlich wie er es so gerne wollte, raus konnte. Und ich war froh das es bald sehr gut klappte. Er sprang wann er es wollte vom Balkon und wartete dann versteckt vorm Haus in einem Busch oder unter den Autos vor der Haustür, damit ich ihn durch die Tür wieder herein lassen konnte.
Oder er rief mich vorm Fenster wenn er ins Haus wollte. Und zum Glück war er vorsichtig, hatte Respekt vor den Autos und wartete in der Nebenstraße auf dem Bürgersteig wenn ein Auto vorbei fuhr. In Richtung der großen Straße ging er nicht.
2011 musste meine Joisie im stolzen Alter von 24 Jahren eingeschläfert werden.
Ab da verändert sich Charlie nochmals und fand einen noch anhänglicheren und innigeren Kontakt zu mir, da der Platz den Joisie eingenommen hatte, nun für ihn frei war.
Fortan redete er mit mir und wenn er abends ins Bett kam, dann brummte der ganze Kerl vor Wohlbehagen darüber das er neben mir lag. Da kann ich mich noch auch noch gut erinnern als er ganz klein zu mir kam, das ich verwundert war welche tiefe, starken Resonanztöne solch ein kleines Kerlchen hervorbringen konnte.




Es war etwas besonders Liebes und Charmantes an ihm. Er wurde der Liebling aller Nachbarn, selbst diejenigen die keine Katzen mochten legten Wert darauf das er sich auch von ihnen streicheln ließ. Morgens drehte er seine Runde und begrüßte alle Nachbarn die er traf. Oder er saß auf dem Balkon und begrüßte sie alle von oben wenn sie vorbei gingen und mit ihm redeten. Die Nachbarin von gegenüber war völlig verwundert, das er ganz besonders oft zu ihr kam, als sie wegen Krankheit des Mannes Sorgen hatte und traurig war. Sie fühlte sich von ihm verstanden und getröstet.
Er saß oft wie ein Wachhund vor der Tür, immer mit einer gewissen Vorsicht und doch liebevoll allen gegenüber die lieb zu ihm waren.
Eine Nachbarin erzählte mir das ihre Rassekatze eigentlich andere Katzen nicht mögen würde, aber wenn er vor dem Balkon saß und ihr was erzählte, dann kam sie heraus und sie schienen sich zu unterhalten. Die Nachbarin blieb dabei das Charlie für sie ein Romeo wäre.
Jeden Besucher begrüßte er, indem er an die Tür kam und dann auch so lange um die Beine strich bis er gestreichelt wurde. Dann hielt er sich meistens in meiner Nähe auf, mitten im Geschehen und ging der Besuch wieder, ging er mit zur Tür und verabschiedete die Gäste.
Niemand konnte ihm widerstehen, auch die nicht die Angst hatten vor Katzen, oder sie nicht mochten.
Im Sommer lag er wegen der besseren Übersicht oft auf den Autodächern vor meinem Bürofenster und sehr zu meiner Verwunderung war niemand sauer darüber, sondern er fand nur noch mehr Freunde. Inzwischen war es so das man spätabends Charlie zur Haustür begleitete und dann schellte bei mir, damit der Kater rein konnte. Oder ich dem armen Kater doch endlich eine Katzenleiter bauen sollte damit er nicht mehr springen müsste ….....
Charlie fraß für sein Leben gerne, doch im letzten Jahr bewegte er sich auch viel mehr so das das kein Problem war. So wirkte er so zufrieden und glücklich damit raus zu können und gleichzeitig bei mir zu sein und immer wieder rein zu kommen. Er war nicht drin zu halten, wenn ich die Balkontür nicht aufmachen wollte prokkelte er so lange herum bis er die Gummidichtungen rausgezogen hatte und ich die Nerven verlor und aufmachte. Das war zwar manchmal stressig , so an die 20 x Balkontür auf und zu an manchen Abenden, und 2- 3 x durch die Haustür wieder rein, aber was tut man nicht alles damit der Kater glücklich ist......

Und dann verlor er durch einen Unfall vermutlich an Heiligabend ( um 23.30 Uhr als ich ich rief und suchte kam er schon nicht und ich habe auch nichts mehr gehört, obwohl er ganz in der Nähe lag ) plötzlich sein Leben.




Er gehörte so sehr zu meinem Leben das es noch eine Zeit dauern wird bis ich den Verlust ohne Schmerz akzeptieren kann. Er hat mein Leben sehr bereichert und so viel Liebe gegeben.

Es gibt keine Fehler oder Niederlagen auf deiner Reise durchs Leben, sondern nur Stationen mit unterschiedlichen Erfahrungen.

Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, 
denn sie werden Taten.
Achte auf deine Taten,
denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, 
denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, 
denn er wird dein Schicksal.
~ aus Sanskrit ~  





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Zufallsspruch:
Kaum ein Mensch, der nicht schon alle Verbrechen begangen hätte - in der Vorstellung.

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Ute
Hallo Liz,
bin über Engelberts Seelenfarben auf deine Seite gekommen und finde sie einfach nur toll-
LG


2.1.2016-8:29

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Morgentau:
Welch schöner Ausflug, liebe Liz, für deine K
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Ein sehr schönes Foto und der Spruch ist auch
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Solche Stelzenläufer haben einfach einen ganz
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