Ausgewählter Beitrag

An einem Samstagmorgen

Nach 13 Tagen Arbeit am Stück, jetzt endlich wieder 2 freie Tage.  Aber was sind 2 Tage - viel zu kurz, meinem Empfinden nach. Für mich ist das Glas heute nicht halb voll, sondern halb leer.
Ich hätte so Einiges zu tun, obwohl ich in freien Momenten letzte Woche die Wohnung schon gemacht habe und endlich meinen Berg an Bügelwäsche erledigt habe. Aber ich versuche es momentan zu verdrängen, damit ich wenigstens am Wochenende nur tue, was ich tun möchte - und nicht was ich muss. Einkaufen muss ich aber noch, besonders Katzenfutter.
Am Donnerstag war ich extrem unfallgefährdet, ist gut gegangen, aber es war 3 x Vollbremsung nötig. Ich konnte nicht in mir klären, ob es an mir lag, ich dachte an den Anderen, obwohl ich auch meine Ungeduld spürte.
Nach dem kurzen Entauchen bei mir, in mir,  am Mittwochabend, musste ich Donnerstag und Freitag mich wieder abschalten, um Alles erledigen zu können. Nach der Supervision am Donnerstagabend war dann eine große, tiefe Traurigkeit in mir und ich kann bis heute nicht sagen, ob ich auf das reagierte was ich wahrgenommen hatte, oder ob diese Traurigkeit aus mir kam und der Mittwochabend noch nachwirkte.

Ich habe nach dem Mittwoch den festen Willen, mich besser wahrzunehmen im Trott und in der Beschleunigung des Arbeitsalltags. ( Eine wichtige Aussage des Abends war von unserer Gruppenanleiterin - ich sorge zu schlecht für meine Gesundheit - ja - und das stimmt leider. ) Die Entschleunigung gelingt mir momentan nicht wirklich, an den 2 Tagen frei.
Und das macht mich traurig, während ich das jetzt schreibe, denn ich weiss einfach noch gar nicht, wie ich es schaffen soll. Denn es ist ja ein Zustand seit Jahren. Habe ich vor einigen Jahren nach Urlaub und Frei noch gekämpft, um nicht so schnell in diese Beschleunigung zu geraten, so habe ich mich dann irgendwann, auch schon vor Jahren ergeben darin, das ich nicht dagegen ankämpfen sollte, denn dann ist der Kampf und die Nichtakzeptanz der Situation, um so schmerzhafter und länger. Denn gewinnen kann ich nicht, weil ich meine Arbeitssituation nicht wirklich ändern kann. Der erste Tag ist in der Regel immer wie ein Strudel und inzwischen liegt keine Woche erholt sein mehr, sondern am ersten oder zweiten Tag ist es wieder so, wie vor dem Urlaub.

Die Trauer am Donnerstag kam daher, merke ich jetzt, aus dieser Erkenntnis, weil mir durch Andere und mein Mitgefühl für sie, deutlich wurde, das es so ist.
Das Mitgefühl für mich gestatte ich mir nicht, denn dann kämen Tränen und die kann ich nicht gebrauchen, denn dann kann ich die Anforderungen nicht bewältigen.
So weit bin ich momentan oft weg von mir, so gut funktioniere ich, so sehr habe ich mich ins Unvermeidliche ergeben?!
Nein, habe ich momentan nicht. Zur Zeit hadere ich damit, akzeptiere es nicht und versuche z.B. durchs Quanten und Veränderung in mir, Bewusstsein und Lösungen zu finden. Das geht nicht endlos, dann muss ich wieder in die Akzeptanz kommen, sonst werde ich krank, aber ich starte jetzt diesen Versuch, ob ich nicht durch Veränderung, zunächst in mir etwas ändern kann. Denn ich bin überzeugt davon, das eine Änderung in mir, eine Veränderung im Außen bewirkt. Das hat mir die Vergangenheit und die Erfahrungen mit dem Quanten, gezeigt.
Lese ich bei Einigen von Euch, das  ihr nur durch Krankheit zur Ruhe kommen konntet, macht mich das ebenfalls traurig.

Dann mache ich mir manchmal noch den Druck hier nicht jammern zu wollen, aber ich sehe jetzt mit einem Schmunzeln, so wie ich, wie Frauen ticken, sie reden oder schreiben und entwicklen dann schon dabei, ihre Antworten :-)

Wow, bin jetzt aber doch schnell bei mir gelandet! Ich lasse es erstmal im Hintergrund wirken und gehe in die Alltags - Erledigungen.





Liz 27.06.2015, 11.08

Kommentare hinzufügen


Kommentare zu diesem Beitrag

5. von Ocean

Liebe Liz,

Das Pensum, was du schaffen musst, und so viele Tage hintereinander - es ist mehr, als man bewältigen kann ..kein Wunder, dass du quasi im Dauerstreß bist und zwei Tage frei in keinster Weise ausreichen, um das zu kompensieren. Ich hatte solche Phasen auch schon, hab ja auch längere Zeit nicht gebloggt ..weil einfach auch viel zu wenig "Luft" für mich geblieben ist..kann dich sehr gut verstehen. Und das, was du beschreibst, hat auch nichts mit Jammern zu tun. Es geht einfach über die menschlichen Kräfte, was von dir verlangt wird. Und dennoch gehst du selbst es so positiv an und suchst und findest Wege ..das finde ich klasse! Ich wünsche dir ganz fest, dass es sich arbeitsmäßig doch irgendwie etwas entspannt ..

Viele liebe Grüße zu dir und DANKE für das süße Meislein :) :freund:

Ocean :moin:

vom 29.06.2015, 09.16
Antwort von Liz:

Dank, liebe Ocean, da es so lange Jahre- eigentlich mein gesamtes Arbeitsleben so ist, ist es selbstverständlich, es schaffen zu müssen. Aber dabei wird dann auch vergessen, das es schwerer wird wenn man älter wird. Früher hat es mir nicht so viel ausgemacht - jetzt ist es viel anstrengender geworden.
4. von Arjana

Liebe Liz, das kommt mir so bekannt vor, wenn ich bei dir hier lese, die viele Arbeit, nicht genügend Erholungsmomente und ja, fast zweimal einen Unfall gebaut, hatte ich auch. Die Traurigkeit, all diese Augenblicke... Bitte liebe Liz, geh sorgsam mit dir um, ja?!!
Ich drücke dir die Daumen, dass es dir gelingt, dass du für dich dein Gleichgewicht finden kannst und ausreichend innere Ruhe.
Ja, das Schreiben ist doch OK, wenn es gut tut, das hat auch nichts mit jammern zu tun. Ich finde es auch gut, rauszulassen, wenn es hilft oder auch einfach nur Erfahrungen zu sammeln, wie es vielleicht besser geht.
Nimm dir Zeit für dich. Ich freue mich, dass du hier bist, liebe Liz und gerade freue ich mich auch ganz doll über den süßen Piepmatz auf dem Tisch und danke dir für diesen besonderen Augenblick.
Hab ein schönes Wochenende! Alles Liebe, Arjana.

vom 27.06.2015, 16.18
Antwort von Liz:

Ich weiß - wenn ich bei Dir lese, geht es mir auch so das ich mich erkenne! Und das ich auch in der Vergangenheit schon krank war deswegen, wenn ich nicht mehr konnte. Deswegen kann ich Dich auch sehr gut verstehen, glaube ich! Ich werde mein Möglichstes tun, besser für mich zu sorgen!
3. von Celine

Liebe Liz, ich habe Deine Worte hier heute wieder mehr als nur einmal gelesen. Es ist einfach erstaunlich wie schnell Du Dinge erkennst, dadurch akzeptierst und wieder ins ruhige Fahrwasser des Lebens gerätst. So mache ich das auch immer. Ich puzzele alles auseinander bis ich glaube den Sinn und die Ursache gefunden zu haben um dann innerlich eine große Entspannung zu empfinden. Nun gut, ich arbeite ja nicht mehr, bin in Rente aber was Arbeit heißt, das weiß ich auch. Ich bewundere dich sehr und wünsche dir jetzt zwei wundervolle erholsame Tage. Koste jede Minute davon aus um neue Kraft zu schöpfen. Ganz liebe Grüße zu dir, ein Herzenslächeln verbunden mit Licht und Liebe von Celine :herz: :herz:

vom 27.06.2015, 14.34
Antwort von Liz:

Das Erkennen ist oft nicht das Problem, nur Lösungen zu finden ist viel schwieriger! Danke für Deine lieben Grüße!
2. von Morgentau

Süß ... das Meislein, das auf deinen Kuchen spickelt! :herz:

vom 27.06.2015, 13.33
1. von Morgentau

Liebe Liz,

oh, so vieles hätte ich zu deinen Worten zu sagen, aber all die Antworten kennst du selbst schon, weißt oder vermagst nur nicht, sie zu Lösungen zu formen. Wie auch, wenn ich lese, dass du 13 Tage am Stück gearbeitet hast. Und wenn du von Arbeit schreibst, meinst du das auch, denn auch hier gibt es feine Unterschiede.
Mich erinnert es an meinen Mann, für den es auch keinen Feierabend und oft auch kein Wochenende gab, ja meistens nichtmal eine Mittagspause. Wie es endete wissen wir ...
Wenn ich das also so lese, dann bekomme ich Angst um dich, liebe Liz. Wie willst du Lösungen finden bei deiner Situation? Da bleibt einfach kein Spielraum, wenn man das überhaupt so nennen kann, klingt makaber und sarkastisch irgendwie. Aber du weißt, was ich meine.
Wie und wobei willst du entschleunigen bei diesem Arbeitspensum?

Ich weiß, ich kann leicht reden schwingen, bin ja nicht in deiner Situation, wollte dir aber dennoch mein Empfinden beim Lesen deiner Gedanken nicht vorenthalten.
Gut, dass du dir das wenigstens von der Seele schreibst. Ich hab da wohl auch einen besseren Weg zu gefunden, es tut einfach gut.

Ich wünsch dir von Herzen, dass sich deine Situation bald bessert, liebe Liz, und wünsch dir ein erholsames Wochenende, soweit überhaupt ein Abschalten möglich ist.
Pass auf dich auf ...

liebe Grüße,
Andrea

vom 27.06.2015, 11.25
Antwort von Liz:

Danke, liebe Andrea! Ich verstehe Deine Gedanken auch gut und ich denke aus den gleichen Gründen auch manchmal an meinen Vater, der mit 58 Jahren schon gestorben ist, nach einem Leben voller Arbeit, Das macht mich auch manchmal traurig, das ich um die Gefahr weiß und dennoch keine Lösung sehe. Dann hoffe ich das ich bis zur Rente durchhalte und dann noch viel Zeit für mich haben werde. Es ist schon so viele Jahre so, ich habe die Kraft  und immer wieder die Kraft gefunden, weiter zu machen. Diese 12 - 13 Tage ohne Pause, - im sozialen Bereich ist das so. Meint Arzt hat mal gesagt, man könnte es  asozialen Bereich nennen!
Es gibt keine Fehler oder Niederlagen auf deiner Reise durchs Leben, sondern nur Stationen mit unterschiedlichen Erfahrungen.

Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, 
denn sie werden Taten.
Achte auf deine Taten,
denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, 
denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, 
denn er wird dein Schicksal.
~ aus Sanskrit ~  





Bewusstseintexte für jeden Tag bei Fragen, zur Freude und Besinnung! 
Hier kannst Du kostenlos eine Affirmations Tageskarte ziehen :-)
Zufallsspruch:
Man wechselt die Gedanken genau so ungern wie seine Wohnung.

powered by BlueLionWebdesign

Captcha Abfrage



Ute
Hallo Liz,
bin über Engelberts Seelenfarben auf deine Seite gekommen und finde sie einfach nur toll-
LG


2.1.2016-8:29

Einträge ges.: 435
ø pro Tag: 0,3
Kommentare: 1036
ø pro Eintrag: 2,4



Ein liebes Willkommen für dich :-)
Ich freue mich das du hierhin gefunden hast. Hinzukommende Texte, Bilder und Fundstücke sind leichter und schneller in ein Blog einzubinden, als in eine eher statische Homepage. Hier möchte ich dich teilhaben lassen an meinem alltäglichen Leben, ebenso wie an fotografischen, spirituellen oder literarischen Inhalten.

© Mein Instagram


2018
<<< Februar >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
   01020304
05060708091011
12131415161718
19202122232425
262728    
moni:
Liebe Liz,was für eine stattliches Gebäude un
...mehr
Dies und Das:
....die "letzten Geheimnisse der Musik" - mir
...mehr
Arti:
Wir hatten zum Schluss den Hype fast vor der
...mehr
Ulla:
Du hast ganz wunderbare Worte gefunden zu dem
...mehr
Dies und Das:
Ein imposantes Gebäude vergangener "Industrie
...mehr
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3