Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Trauer

Plötzlich und unerwartet - wechselnd

Ich will Euch wenigstens jetzt in der Halbzeitpause Frankreich - Irland ein paar Zeilen im Blog hinterlassen.
Ich schaue im Moment ja alles an Spielen was geht und freue mich auch aufs Spiel heute Abend.

Die Woche war sehr intensiv. Bei den Temperaturen von 34 Grad mit 80 % Luftfeuchtigkeit war es nicht so leicht den ganzen  Tag zu arbeiten - und von Donnerstag auf Freitag habe ich wegen der Hitze und der Gewitter wenig geschlafen. 
Hier ein Handyschappschuss Freitagsabends vom Balkon in den Himmel.



Der Tod ist ein Schritt über den Horizont.
Der Horizont ist nicht die Grenze des Seins,
sondern die Grenze des Sehens.


Dann gab es einige emotional betroffen machende Situationen u.a. der doch plötzliche Tod meiner Kollegin, mit der ich bis Ende letzten Jahres zusammen gearbeitet habe - bis die Wohngruppe aufgelöst wurde. Da beschäftigen mich momentan viele Gedanken und Gefühle, denn es waren viele Jahre miteinander, die die unterschiedlichsten Erinnerungen hinterlassen, besonders da sie in ihrer Persönlichkeit sehr präsent war. Und ich empfinde viel Mitgefühl für die hinterbliebende Familie, da ich weiß wie sehr sie alle aneinander hingen. Dienstag ist eine Trauerfeier auch für unsere Klienten, die in ihrer Trauer momentan doch intensiv begleitet werden müssen, nachdem sie die Kollegin, teilweise bis zu 35 Jahre gekannt haben.

Und mir ist wieder so bewusst wie schnell plötzlich Alles anders sein kann, es sind auch noch einige Todesfälle aus meinem Leben in der Emotionalität und Erinnerung wieder hoch gekommen und müssen u.a. erneut verarbeitet werden. Bin irgendwie durchgerüttelt und angekratzt wie schon lange nicht mehr.
Auch die Politik, Europa und die Entscheidung von Großbritannien beschäftigen mich - also sehr tiefgehend Gedanken  und Gefühle und ich kann momentan nicht so ausgelassen beim Fußball schauen dabei sein.

Aber auch schöne Augenblicke  .... momentan empfinde ich durch den Schock des plötzlichen Todes alles sehr intensiv :-)
Hier ein Handyschnappschuss von meiner Katze



Katze lag relaxt in der Küche, hielt den Bauch in die Sonne, mit Köpfchen neben den Leckerli und flirtete mit mir....
Gestern dann so kalt das mir dicke Socken und Körnerkissen nicht reichte und ich die Heizung angemacht habe ---- extrem finde ich die Temperaturschwankungen.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntagabend und allen Fußballfans viel Spaß

Liz 26.06.2016, 16.38 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Memories - Erinnerungen


Tage, wenn sie scheinbar uns entgleiten, 
gleiten leise doch in uns hinein, 
aber wir verwandeln alle Zeiten; 
denn wir sehnen uns zu sein

Rainer Maria Rilke


Viel geredet heute - beim Frühstück mit Freundin, später dann beim Besuch bei meiner Mutter. 
Schön war es, aber es fällt auch schwer, hilflos  sehen zu müssen wie Menschen die man liebt, leiden.
Meine Mutter hatte vor ca. 1 Jahr mehrere Wirbelbrüche und ist seither erheblich in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Damals  war es eine schwierige Phase, sie hat es inzwischen akzeptiert und erduldet ihr immer mehr körperliches Nachlassen mit Geduld und Akzeptanz, mich macht es hilflos, es schmerzt und macht mich traurig.
Auf der vollen Autobahn bei regennasser Fahrbahn im Dunkeln, die Rückfahrt war recht anstrengend, die Hinfahrt aber auch mit vielen LKW`s und einem Rückstau über die ganze Strecke auf der Gegenfahrbahn.
Es passt in meine Stimmung, das Wetter das mich eher an November erinnert und z.B. Allerheiligen und dem Gedenken an Tod.
Sehr nachdenklich war ich heute  - da auf der Strecke seit gestern Nacht 4 Menschen gestorben sind, davon ein Elternpaar was 2 Kinder hinterlässt, die auch im Auto saßen. Wäre ich nicht zu meiner Freundin zum Frühstücken gefahren wäre, wäre ich um die Zeit etwa auf der Strecke gewesen, so oder so ...
Ich komme bei mir an, die Blockade meiner Gefühle löst sich langsam und sie schwappen wie eine Welle hoch. Es ist seltsam, im Auto löst sich oft etwas bei mir, im Fluß der Vorwärtsbewegung, nur mit mir alleine, bei passender Musik. Es kommen auch immer viele Erinnerungen hoch, wenn ich dort hin fahre wo ich alle Wege kenne und so viele Jahre, mit vielen Wegen und Erfahrungen verbunden sind. Aber dann hat es mich heute doch sehr überrascht  als auf der Rückfahrt dann plötzlich mit Wucht der Tod meines Vaters und der Tod meiner Freundin und ihrer beiden Kinder hoch schwappte, mit dem ganzen Schmerz und der Trauer, dachte ich doch es sei bewältigt und verarbeitet, nach den vielen Jahren. Die Gegend und diese Jahreszeit lösten u.a. diese Erinnerungen aus und ich bin erschöpft, die letzte Zeit zu lange über meine Belastungsgrenzen gegangen.
Da liefen dann die Tränen bei einem Stück von David Garrett,  es war als hätte sich eine Blockade gelöst und das Herz wurde ganz weit und ich konnte die Liebe fühlen.
Jetzt bin ich geschafft, aber mal sehen wie ich morgen aufwache. Vielleicht brauche ich einfach mal wieder Zeit zum Weinen, angesichts all des Schmerzes den ich überall wahrnehme, denn ich erlaube es mir selbst nur noch sehr selten zu weinen. Irgendwann ist da was in mir geschehen, was die Tränen blockiert. Wird es dann zu viel entferne ich mich von mir selbst und muss die Blockade lösen, um mein Herz selbst wieder zu fühlen. Es ist immer da, aber ich entferne mich dann von mir und meinen Gefühlen, Teile von mir spalten sich ab um alles bewältigen zu können.


Liz 16.10.2015, 22.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL

An einem Samstagmorgen

Nach 13 Tagen Arbeit am Stück, jetzt endlich wieder 2 freie Tage.  Aber was sind 2 Tage - viel zu kurz, meinem Empfinden nach. Für mich ist das Glas heute nicht halb voll, sondern halb leer.
Ich hätte so Einiges zu tun, obwohl ich in freien Momenten letzte Woche die Wohnung schon gemacht habe und endlich meinen Berg an Bügelwäsche erledigt habe. Aber ich versuche es momentan zu verdrängen, damit ich wenigstens am Wochenende nur tue, was ich tun möchte - und nicht was ich muss. Einkaufen muss ich aber noch, besonders Katzenfutter.
Am Donnerstag war ich extrem unfallgefährdet, ist gut gegangen, aber es war 3 x Vollbremsung nötig. Ich konnte nicht in mir klären, ob es an mir lag, ich dachte an den Anderen, obwohl ich auch meine Ungeduld spürte.
Nach dem kurzen Entauchen bei mir, in mir,  am Mittwochabend, musste ich Donnerstag und Freitag mich wieder abschalten, um Alles erledigen zu können. Nach der Supervision am Donnerstagabend war dann eine große, tiefe Traurigkeit in mir und ich kann bis heute nicht sagen, ob ich auf das reagierte was ich wahrgenommen hatte, oder ob diese Traurigkeit aus mir kam und der Mittwochabend noch nachwirkte.

Ich habe nach dem Mittwoch den festen Willen, mich besser wahrzunehmen im Trott und in der Beschleunigung des Arbeitsalltags. ( Eine wichtige Aussage des Abends war von unserer Gruppenanleiterin - ich sorge zu schlecht für meine Gesundheit - ja - und das stimmt leider. ) Die Entschleunigung gelingt mir momentan nicht wirklich, an den 2 Tagen frei.
Und das macht mich traurig, während ich das jetzt schreibe, denn ich weiss einfach noch gar nicht, wie ich es schaffen soll. Denn es ist ja ein Zustand seit Jahren. Habe ich vor einigen Jahren nach Urlaub und Frei noch gekämpft, um nicht so schnell in diese Beschleunigung zu geraten, so habe ich mich dann irgendwann, auch schon vor Jahren ergeben darin, das ich nicht dagegen ankämpfen sollte, denn dann ist der Kampf und die Nichtakzeptanz der Situation, um so schmerzhafter und länger. Denn gewinnen kann ich nicht, weil ich meine Arbeitssituation nicht wirklich ändern kann. Der erste Tag ist in der Regel immer wie ein Strudel und inzwischen liegt keine Woche erholt sein mehr, sondern am ersten oder zweiten Tag ist es wieder so, wie vor dem Urlaub.

Die Trauer am Donnerstag kam daher, merke ich jetzt, aus dieser Erkenntnis, weil mir durch Andere und mein Mitgefühl für sie, deutlich wurde, das es so ist.
Das Mitgefühl für mich gestatte ich mir nicht, denn dann kämen Tränen und die kann ich nicht gebrauchen, denn dann kann ich die Anforderungen nicht bewältigen.
So weit bin ich momentan oft weg von mir, so gut funktioniere ich, so sehr habe ich mich ins Unvermeidliche ergeben?!
Nein, habe ich momentan nicht. Zur Zeit hadere ich damit, akzeptiere es nicht und versuche z.B. durchs Quanten und Veränderung in mir, Bewusstsein und Lösungen zu finden. Das geht nicht endlos, dann muss ich wieder in die Akzeptanz kommen, sonst werde ich krank, aber ich starte jetzt diesen Versuch, ob ich nicht durch Veränderung, zunächst in mir etwas ändern kann. Denn ich bin überzeugt davon, das eine Änderung in mir, eine Veränderung im Außen bewirkt. Das hat mir die Vergangenheit und die Erfahrungen mit dem Quanten, gezeigt.
Lese ich bei Einigen von Euch, das  ihr nur durch Krankheit zur Ruhe kommen konntet, macht mich das ebenfalls traurig.

Dann mache ich mir manchmal noch den Druck hier nicht jammern zu wollen, aber ich sehe jetzt mit einem Schmunzeln, so wie ich, wie Frauen ticken, sie reden oder schreiben und entwicklen dann schon dabei, ihre Antworten :-)

Wow, bin jetzt aber doch schnell bei mir gelandet! Ich lasse es erstmal im Hintergrund wirken und gehe in die Alltags - Erledigungen.





Liz 27.06.2015, 11.08 | (5/4) Kommentare (RSS) | TB | PL

Es gibt keine Fehler oder Niederlagen auf deiner Reise durchs Leben, sondern nur Stationen mit unterschiedlichen Erfahrungen.

Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, 
denn sie werden Taten.
Achte auf deine Taten,
denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, 
denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, 
denn er wird dein Schicksal.
~ aus Sanskrit ~  





Bewusstseintexte für jeden Tag bei Fragen, zur Freude und Besinnung! 
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Zufallsspruch:
Ohne die Vergangenheit zu verstehen, kann man nicht in der Gegenwart leben.

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Ute
Hallo Liz,
bin über Engelberts Seelenfarben auf deine Seite gekommen und finde sie einfach nur toll-
LG


2.1.2016-8:29

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Ein liebes Willkommen für dich :-)
Ich freue mich das du hierhin gefunden hast. Hinzukommende Texte, Bilder und Fundstücke sind leichter und schneller in ein Blog einzubinden, als in eine eher statische Homepage. Hier möchte ich dich teilhaben lassen an meinem alltäglichen Leben, ebenso wie an fotografischen, spirituellen oder literarischen Inhalten.

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Nova:
Schon beim Anblick des vorderen Tors fühlt ma
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Heidemarie Traut:
Liebe Liz,das ist ein ganz großartiges ZiB. B
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Morgentau:
Ich liebe das Zitat von Morgenstern ... danke
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Klärchen:
Oh ja, ich sehe den Tiger! Er wird das schöne
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Dies und Das:
....elegant, die Eisenbiegearbeit - die Tiger
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